Brettgeflüster

31. August 2008

i love hh

Gespeichert unter: Skaten — admin @ 19:42
Die Stadt Hamburg bietet gewollt ungewollt Rollbrettfahrer die Möglichkeit zum skaten, indem glatte wohlgeformte Bauten aus dem Boden ragen. Mit den Magellan-Terrassen setzte Hamburg den letzten Höhepunkt: aus der Entfernung sieht Skateboarder eine üppige Landschaft, an der er sich austoben könnte. Der Spot etablierte sich schnelle, die Stadt reagierte und an den besten Ecken des Spots stehen nun Skate-Stopper. Es ragen nun dezente Metall-Bolzen aus den Glatten Flächen, die einen einfachen Boardslide definitiv unmöglich machen, soweit. Es kann an der Stelle immer noch geskatet werden, doch leider noch nicht im gewünschten Umfang. Hamburg bietet über die Magellan-Terrassen hinaus weitere Spots, viele sind bekannt, andere möchten noch entdeck werden, die Stadt entwickelt sich täglich weiter, somit geht die Suche weiter. Hier folgen ein Paar Links mit Spots in Hamburg und über Hamburg hinaus.
Hier werden die Hallenspots gefeatured: http://www.skatespots.de/hallen/hamburg1.html
Hier sozusagen auch: http://www.skatehallen.de/skatehalle_i-punkt_skateland_hamburg.htm
Zu Abwechslung ein Paar Parks: http://www.skatepark-guide.de/component/option,com_sobi/catid,20/Itemid,53/
Hier gibt es http://www.streetskatinghh.de/
 
Viel Spass beim Skaten und immer daran denken neu entdeckte Spots nicht wie ein Piratenschatz zu hüten, sondern in eine der oben angeführte eintragen, denn je mehr Spots bekannt sind, um so weniger sind sie crowed, oder? Sollte noch ein Link fehlen, dann einfach ein Mail an brettgefluester@lycos.de schicken. Danke im Voraus!
Mini am Lattenkamp, wie man sieht

Termine September

Gespeichert unter: termine — admin @ 15:12
Wellenreiten:
WQS
2.-7. September - Movistar Pantin Classic – 5 Sterne
9.-14. September – Rip Curl Pro Zarautz – 5 Sterne
WCT
19.-28. September – Quiksilver Pro France 2008
DWV
27. September – 4. Oktober – Quiksilver German Championships 2008
 
Skaten:
20. September – COS-Cup Mellowpark Berlin
 
Windsurfen:
26. September - 5. Oktober – Colgate World Cup Sylt
 
Kitesurfen:
5.-7. September – Kitesurf Trophy 2008 Fehmarn

i love hh

Gespeichert unter: Skaten — admin @ 14:28
Hamburg geht skaten! Anbei eine bescheidene Linkliste mit allem was mit Skaten zu tun hat (nicht Inline-Skaten!!!).
An erster Stelle, das Organisatorische: http://www.skateboardev.de/cmbasic/?home versteht sich als der Hamburger Skateboardverein mit dem Ziel, die Interessen der Skateboarder vor der Politik zu vertreten und die Politik in Sachen Skateboarden zu beraten. Zu sehr darf man auf der Seite nicht surfen, man könnte leicht den Eindruck gewinnen, daß es sich hier um eine Profilierungs-Plattform handeln könnte. Die bisher geleistete Arbeit lässt sich nicht wirklich erblicken, bzw. ist der Umfang noch gering. Trotz des Auftretens mit Krawatte, wirkt die Korrespondenz mit der Stadt Hamburg, in der man Einblicke hat, in der Argumentation wie die eines Klassensprechers. Vielleicht reift die Organisation mit der Zunahme an ernsthaft engagierte Mitglieder, die sich nicht nur über das Skaten definieren.
Nachtrag am 14. September: die Selbstdarstellungen sind raus, danke, es nimmt zumindest bessere Gestalt an!
In Hamburg gibt es diverse Labels, die sich über die Jahre etabliert haben. Das bunteste Klamottenlabel dürfte wohl „Cleptomanix“ sein, mit abgefahrenen, zum Teil hanseatischen Designs, sticht die Marke raus. Wer lieber auffällt, als fällt ist in zitronengelben Hoodies bestens behütet http://www.cleptomanicx.de/news/cleptomanicx/index.php
Ein gewisser Herr Richard Löffler gründete vor über 10 Jahren die Boardschmiede „Trap“: http://www.trapskateboards.de/ . Trap hat sich über die Jahre etabliert, hat ein sehr professionelles Team am Start. Die Bretter sind gut, das Design ist wie immer, Geschmackssache. Wer die Decks kaufen möchte muss zu Mantis in die Große Theaterstraße. Das ist der zu Herrn Löffler gehörende Shop. Herr Löffler ist des Rollbrettfahrens mächtig, er verkauft auch kein Schiet: http://www.mantisshop.de/
Sollte man mit der Auswahl bei Mantis nicht zufrieden sein, so gibt es die Möglichkeit bei Herrn Lux sein Geld loszuwerden, in einem geräumigen Keller am neuen Pferdemarkt hat Skater eine große Auswahl an Skate-Hard- und Software: http://www.subvert.de/shop/
Es gibt in der Schanze noch den 55Feets Skateshop, jedoch habe ich mich da noch nicht reingetraut, da zu cool und derbe Punkrock und so: http://fifty5feet.com/
Im beschaulichen Eppendorf in der Hegestraße findet man HaiQ. Bernhard hat dort neben Surfboards, und Snowboards eine überschaubare Auswahl an Decks und Zubehör: http://www.haiq.de/
Wer bei Regen nicht aus dem Haus möchte bestellt seine Ware einfach bei www.allyoucanskate.de ! Hier gibt es Decks von über und Rockers. Rockers Hardware und über sind frische vielversprechende Labels aus Hamburg. Beste Hardware aus Hamburg zu fetten Preisen.
Wie in jeder größeren Stadt in der Bundesrepublik hat Hamburg auch ein Titus-Skateshop. Dieser liegt in Ottensen an der Hauptstraße und bietet das, was es bei Titus sonst so gibt.
Skater dürfte demnach ein wenig auf seine Kosten kommen in der kleinen Hansestadt.

Sprühschablone statt Spendenkonto: hanseatisches Understatement!

unter dem altar…

Gespeichert unter: Wellenreiten — admin @ 14:17
Der deutsche Wellenreitverband wurde vor vielen vielen Jahren von Norbert Hoischen gegründet, mit absolutistischste Gewalt herrschte der Kölner Sportlehrer, der sich zufällig für’s Surfen interessierte ein gefühltes Jahrhundert über die Geschäfte, die Geschäfte des Verbandes. Er schaffte es in dieser langen Zeit Thomas Lange mit den Syltern und die Familie Lipke für den Verband zu verlieren, da diese zum Teil eine andere Trainingsauffassung bzw. Bild vom Surfen mitbrachten als der gelernte studierte diplomierte Pädagoge. Ganz ohne wirtschaftliche Interessen gründete er eine Wellenreitschule, entschied wer die Deutsche Surflehrerlizenz bekommen dürfte, wer sie bekommen möchte, musste rein zufällig in der oben erwähnte Surfschule ein bestimmte Zeit lang als Praktikant dienen…
Die Zeiten sind nun vorbei, seit Dezember des letzten Jahres hat Jan Groenendijk die Präsidentschaft übernommen, kurz zuvor wurde Thomas Lange rehabilitiert, die Deutsche Wellenreitmeisterschaft findet nicht mehr am Ende der Welt in Saint Giron statt, sondern in Seignosse, nach dem Sommer, wenn alle Surfer fit sind, nicht vor Beginn der Saison. Quiksilver wurde als Sponsor gewonnen, die Homepage erscheint im neuen Glanz, Uli Scherb wurde als Trainer verpflichtet, es wird über den Tellerrand geschaut. Marlon Lipke wird sich hoffentlich für die eine oder andere Europa- oder Welt-Meisterschaft gewinnen lassen, denn mit ihn als Zugpferd, hätte Deutschland die Chance besser abzuschneiden als bisher. Deutschland ist zwar eine junge wellenreitende Nation, doch inzwischen bleibt hierzulande kein Gewässer ungesurft. Der Level steigt spürbar an Ost- und Nordsee, die Sylter Locals um Melf Lange brauchen sich auch an der französischen Atlantikküste nicht verstecken. Die neue Generation aus Kiel lässt auf sich nicht warten und die Münchener können das im Eisbach erlernte im Ozean umsetzen. Surfen bleibt hierzulande spannend, der Markt wächst unaufhaltsam, getrieben von Skater und Snowboarder auf der Suche nach den Roots ihrer Disziplin und Marlon ist auf dem besten Wege sich für die WCT zu qualifizieren…
Mehr zum DWV auf www.surf-dwv.com

26. August 2008

imagesache

Gespeichert unter: Environment — admin @ 23:14
Auf einmal ist „Umwelt” ein Verkaufsschlager, der doppelmoralische Ansatz macht vor nichts Halt! Selbst die Boardsport-Industrie bemüht sich in der Hinsicht, um ein sauberes Image. Ob das, was da hinter steckt wirklich effizient ist, steht hier zum Glück nicht zur Debatte, hier erfährt man auf die Schnelle über das Engagement einiger Firmen und Verbände.
Eurosima hat im Jahre 2007 16.000 Euro aus diversen Spendengeldern in diverse Projekte investiert (http://www.eurosima.com/media/en/environnement.asp)
Quiksilver hat eigens eine Stiftung kreiert mit dem Ziel die Menschen auf die verschiedene Probleme zu sensibilisieren, darüber hinaus werden konkrete Projekte unterstützt (http://quiksilver-foundation.eu/)
Rip Curl startete eine Sammelaktion alter Neopren-Anzüge, diese wurden je nach Zustand an marrokanische Surfer weitergereicht, bzw. zu FlipFlops oder Sitzkissen weiterverarbeitet (http://www.ripcurl.eu/?planet_resurrection). Die Marke setzt auf eco-friendly Fabrics und produziert demnach eco-friendly products, auf Rip Curl-Events wird der Müll gesammelt und sogar getrennt entsorgt. Rip Curl unterstützt WWF, Surfrider Foundation Europe, Surfers against Sewage, Mountain Riders und Summit Foundation und sponsert diverse Projekte.
Auf der europäischen Site von Billabong entdeckt man ein Hinweis auf ein mögliches Engagement: eine möglicherweise recycled-Boardshorts. Klickt man allerdings auf den Link, so wird man leider spontan auf die Seite mit Boardshorts ohne Produktinfos verwiesen. Was da hinter steckt bleibt ein wenig unbekannt.Bei O’Neill findet man leider gar nichts, kommt vielleicht noch.
Die surfing europe wird neuerdings „Auf 100% recycelbarem Papier gedruckt”
Volcom zeigt zumindest auf der Homepage kein Engagement in der Richtung…
Bei Hurley findet man auch nichts, ist vielleicht pures Understatement…
Vans zeigt auf http://www.vanssurf.com/trashproject/ , wie man den Slip On und Flipflops aus gebrauchten Materialien herstellen kann. Ein Teil des Verkauferlöses geht an die Surfrider Foundation.
Der deutsche Wellenreitverband (www.surf-dwv.de) unterstützt schon etliche Jahre die Surfrider Foundation.
In welchen Umfang die oben genannten Firmen die NGOs tatsächlich unterstützen bleibt unbekannt, es bleibt jedoch zu sagen, das jegliches Engagement Achtung verdient.

24. August 2008

ein wenig forecast

Gespeichert unter: Wellenreiten — admin @ 09:22
Sobald Wind Wellen generiert und diese sich an einem beliebigen Strand brechen, so kann man surfen, einfache Spielregel! Bei 2.389 Kilometer Küste ist ebenfalls hierzulande die Möglichkeit vorhanden, dass Wellen an die Küste rollen. Doch Küste ist nicht gleich Küste, wo Watt ist kommen die Wellen gebremst, geschwächt und unbrauchbar ans Land und wo Klippen aus dem Wasser ragen, sind selten vorgelagerte Sandbänke, die den Wellen einen brauchbaren Untergrund bieten könnten, so bleibt nicht mehr allzu viel Küste über.
Pauschal kann man behaupten, dass die besten Wellen Deutschlands auf Sylt brechen, doch auch Norderney bietet Wellen geeignete Sandbänke, selbst die Ostsee gibt uns die Gelegenheit das Brett unter den Wellen zu tauchen. Dank des Internets, ist es auch einfach vorauszusehen, wo Wellen brechen werden, dabei gibt es verschiedene Modelle, die Wellen berechnen, ausgehend vom Wind, aber auch von der Dünnung ausgehend. In der Regel surft man hier zulande Windwellen, vor Ort weht ein Wind ab 5 Beauforts Richtung  Küste. Selten, aber es tritt auch ein, ist es völlig Windstill, bzw. gar ablandig und Wellen rollen auf die Sandbänke zu, um sich dort zu entladen: perfekte Wellen sind auch hier möglich, doch deutlich schwerer vorherzusagen, ohne Internet.
Es folgt hier eine Linkliste mit verschiedenen Forecast-Seiten für Wind und Wellen, es empfiehlt sich die unterschiedlichen Modelle miteinander zu kombinieren, um eine möglichst effiziente Voraussage zu erhalten. Je mehr man sich dem Zeitpunkt nähert, umso genauer werden die Informationen.
http://www.buoyweather.com/index.jsp
http://magicseaweed.com/
http://www.windfinder.com/
http://www.windguru.com/
http://www.wetsand.com/
http://www.lajollasurf.org/gblpac.html
http://seawatch.mg.uoa.gr/
Wie es jedoch tatsächlich ist, weißt man erst wenn die erste Welle gesurft ist.

23. August 2008

the time has come

Gespeichert unter: Musik — admin @ 21:28
An der Gold-Coast dröhnte Ende der 70er aus Surfer-Vans neuartige Musik, es war progressiv und kam mal nicht aus Kalifornien. Es war australisch, australischer ging es nicht, es war auch aggressiv, es war schnell, vor dem Surfen hörte man sich das Lied „Cold Cold Change” an, „Back On The Borderline” wurde zur Hymne einer Surfer-Generation, Midnight Oil war die Band.
1976 stieß Peter Garrett zu der Band „The Farm”, er war gerade mit dem Jura-Studium durch, als die Band nach einem Sänger suchte. So wurde aus „The Farm” „Midnight Oil”, aus der Farm wurde das Lampenöl, aus dem Lampenöl wurde eine der erfolgreichsten Band Australiens. Von Anfang an war die Musik ein politisches Instrument, von Anfang an nutzte Peter Garrett seine Stimme gegen die Ungerechtigkeit, gegen die Dummheit der Menschen.
1980 erschien mit „Wedding On Cakes Island” aus dem Album „Bird Noise” ein einfacher Instrumentalsong, das zu diverse Ohrwürmer geführt haben dürfte. Es ist ein ruhiger Gitarren-Song, ungewohnt melodisch und zeigt, wie Facettenreich das Repertoire der „Oils”  bereits war: sie beherrschen auch die Surfgitarre.
1982 erreichte das Lied „ The Power And The Passion” aus dem Album „10,9,8,7,6,5,4,3,2,1,0″ Platz 8 der australischen Charts. „10,9,8,7,6,5,4,3,2,1,0″ war auch das erste Album, das außerhalb Australiens veröffentlicht wurde, jedoch mit minderem Erfolg. Mit „US-Forces” stellen die „Oils”, auf leicht ironischer Weise, die neoimperialistische Interesse der US-Armee dar, es war die Zeit nach Carter, es war die Zeit von Reagan, es war die Zeit der Wiederaufrüstung.
1984 wurde es um Peter Garrett politischer, er gründet die „Nuclear Disarmament Party”, kandidiert für den australischen Senat, ohne Erfolg… Im selben Jahr erschien das Album „Red Sails in the Sunset”, 1985 die EP „Species Deceases”.
1986 (in Europa und den Vereinigten Staaten 1987!) kam das Album „Diesel and Dust” raus, mit dem Lied „Beds are Burning” wurden die „Oils” nun international erfolgreich. „Beds are Burning” und die Vorgängersingle „The Dead Heart” setzten sich mit dem Dasein der Aborigines auseinander, man müsse ihnen das Land zurückgeben, man solle ihnen endlich Konzessionen machen, nach über 100 Jahre der Unterdrückung und der teilweise Ausrottung.
Mit „Blue Sky Mining” ging es trotz vier-jähriger Pause im gleichen Ton weiter, das Album erreichte selbst in Deutschland den 2. Platz während die Single „Blue Sky Mine” Platz 45 der Charts erreichte.
Peter Garrett politisches Engagement ging in der Zeit natürlich weiter, er wurde von 1989 bis 1993 zum Präsident der „Australian Conservation Foundation” gewählt, eine australische Umweltschutzgruppe.  1993 gehörte er zum Board von Greenpeace International und die “Oils” brachten das Album „Earth and Sun and Moon” raus, musikalisch folgte es die Vorgängeralben. Die Band wurde im New Yorker Sony Studios als bisher einzige australische Band zu den MTV Unplugged eingeladen.
Nach der Welt-Tournee 1993 und 1994 folgte 1996 das Album „Breathe” als Ode an den Ozean, der uns perfekte Wellen beschert und uns somit die Möglichkeit gibt surfend den Alltag zu entfliehen, an den Ozean der auf der anderen Seite tagtäglich von uns Menschen als Lebensraum zerstört wird. Die Musik auf dieses Album war akustischer denn je, es war einfach und erinnert eher an Folk, als an Rock.
1997 kam mit „20.000 WATT R.S.L.” ein Best-Of-Album, das Album wurde eröffnet mit dem Lied „What Goes On”, es ist das aggressivste Stück, das Midnight Oil je produziert. Es ist als Reaktion auf die Politik der rechtskonservative Pauline Hanson zu verstehen, in Rage gesetzt gab sich die Band zum Besten. Das Lied erschien ein Jahr später auf dem Album „Redneck Wunderland”, „Redneck Wunderland” war experimentierfreudiger, zum ersten Mal über die Orgel, den Gitarren, dem Bass und dem Schlagzeug hinaus wurden Elemente aus der elektronischen Musik reingemixt und der Klang war rund, die Band verlor nicht einmal ihre Identität, es blieb weiterhin „Midnight Oil”. Zum aggressiven Ton sagte der Schlagzeuger Rob Hirst nur: “Midnight Oil is at its best when we’re pissed off.” Das Album wurde in Europa und den USA von der Plattenfirma jedoch nicht ausreichend gefeatured,  so dass man hierzulande auf das Album nicht wirklich aufmerksam wurde, leider.
Von 1998 bis 2004 folgte die 2. Amtszeit von Peter Garrett als Präsident der „Australian Conservation Foundation”.
Im Jahr 2000 trat die Band auf der Abschlussfeier zu den olympischen Spielen in Sydney auf,  schwarzgekleidet mit großer Aufschrift „Sorry”. Der konservative Ministerpräsident John Howard sollte daran erinnert werden, dass es zur Pflicht der Regierung gehöre sich bei den Aborigines zu entschuldigen, was er stets ablehnte.
Ende 2001 fand eine große Nordamerika-Tour statt, mit 29 Stationen. Anfang 2002 kam das Album „Capricornia” in Australien und Nordamerika raus, musikalisch angelehnt an „Diesel And Dust” und „Blue Sky Mining”, da es wieder von Warne Livesey produziert wurde, das Album erreichte jedoch nur Platz 8 in Australien, die schlechteste Platzierung seit „Place Without a Postcard” im Jahre 1981. Es folgte wieder eine große Nordamerika-Tour mit diesmal 40 Stationen. Zur Halbzeit der Nordamerika-Tournee brach die Band nach Europa auf und gab ein Konzert in Paris und ein anderes auf dem Fierce Festival im vereinigten Königreich. Ende des Jahres fand wieder eine Tournee auf australischen Boden statt, die Band gab 39 Konzerte: über 80 Konzerte gab die Band im Jahre 2002. Das Album „Capricoria” wurde nach langem Warten doch noch am 18. November 2002 in Europa veröffentlicht, für Dezember wurde eine Tour auf dem Kontinent geplant mit 15 Konzerte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, doch zu der Tournee kam es letztendlich nicht mehr.
Am 2. Dezember 2002 entschied sich der charismatische Peter Garrett die Band zu verlassen, um sich intensiver der Politik zu widmen, es war nach 25 Jahren das Ende der Band.
Die letztgültige Erklärung erschien am 2. Dezember 2002, gut zwei Wochen nach Ende der Australien-Tournee, auf der Webseite der Band. Sänger Peter Garrett hatte sich entschlossen, die Band zu verlassen, um andere Interessen, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen seien, zu verfolgen. Man trenne sich „in Freundschaft und Respekt” voneinander, so die Erklärung weiter. Nach 25 Jahren bedeutete dies das Ende der Band Midnight Oil.
Im Oktober 2004 lies sich Peter Garrett als Abgeordneter der Labor Party im traditionell linken Wahlkreis Kingsford-Smith ins australische Parlament wählen und nach dem Wahlsieg der Labor Party bei den Parlamentswahlen 2007 wurde er zum Minister für Umwelt, Kulturerbe und Kunst ernannt im Kabinett des Ministerpräsident Kevin Rudd. Die neue Regierung ratifizierte als erster Regierungsakt das Klimaschutzprotokoll von Kyoto und kündigte an Truppen aus dem besetztem Irak abzuziehen.
Aus der Farm wurde mit Garrett das Lampenöl, aus dem Lampenöl wurde wohl die sozialkritischste Band des letzten Jahre, aus dem engagierten Peter Garrett wurde nun ein Politiker mit Visionen, der für sein Land und für alle seine Bewohner eine intakte Umwelt sich wünschte und soziale Gerechtigkeit jenseits farblicher Unterschiede.Der vorerst letzte Auftritt der Band fand am 29. Januar 2005 im Rahmen von WaveAid, ein Benefiz-Konzert für die Tsunami-Opfer, statt. Es wird noch mehr folgen von Peter Garrett, aber auch von Midnight Oil.

20. August 2008

epische ostsee-session

Gespeichert unter: Wellenreiten — admin @ 20:55
Es war kein gewöhnlicher Ostwind, es war ungewöhnlich stürmisch, von Russland bis in die Lübecker Bucht schob der Wind die Wellen vor sich her, es war der 28 September 2007. Das Ereignis bahnte sich relativ früh an, so daß die lange Reise von Hamburg nach Timmendorf gut durchdacht werden konnte. Wir fuhren Nachmittag los und kamen am Nachmittag auch an. Die Seebrücke war offiziell gesperrt, doch circa 30 Surfer tobten sich in den Wellen aus. Einfaches Spiel: man springt über die Seebrücke ins Wasser und muss nicht durch die Wellen tauchen, um ins Line Up zu gelangen. Die Setwellen waren für Ostsee-Verhältnisse riesig und der Wind selbst war für die Wellenhöhe relativ schwach, die Wellenperiode lagen bei bestimmt bei 8-9 Sekunden, was einem unwahrscheinlich erscheint, für die Ostsee versteht sich. Die meisten Gesichter auf dem Wasser sind einem nicht unbekannt, der Level war mittel, aber die Session war der Hammer! Kraftvolle Wellen in der Ostsee, die auch richtig suckten und man teilt sich die Wellen, die einem fast vor der Haustür brechen mit unbekannte Gleichgesinnte. Jürgen war im Wasser mit seinem Bodyboard und nahm eine Welle nach der Andere, die kieler Crew war vertreten durch Henning Nockel. Wem Tage zuvor der Swell auf Sylt entging, wurde mit der Session in Timmendorf entschädigt und diese Session war definitiv legendär. Wann die klimatische Voraussetzungen solch ein Tag wieder ermöglichen werden bleibt abzuwarten. Fakt bleibt, dass wir in diesem Sommer überdurchschnittlich viele Surftage in Timmendorf hatten. Solch ein Tag wird sich bestimmt bald wieder manifestieren.
Hier ein paar Bilderchen!

   

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